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Nicht nur die inneren Werte zählen: Qualität und Sicherheit in der Lebensmittelproduktion

Von der Herstellung bis zum Management: Fresenius-Fachtagung gab Tipps für umfassende Qualitätssicherung

In der Lebensmittelindustrie sind Qualität und Sicherheit untrennbar miteinander verbunden. Deshalb müssen nicht nur einzelne Bereiche entlang der Wertschöpfungskette, sondern auch der gesamte Produktionsprozess als Einheit beobachtet, kontrolliert und nach Möglichkeit stetig verbessert werden. Den Unternehmen stehen dafür verschiedene Qualitätsmanagement-Systeme zur Verfügung, die ebenfalls einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) unterliegen. Dennoch: Wo gehobelt wird, fallen bekanntlich Späne - und das gilt für jeden Produktionsbereich. Fehler oder Störungen können sowohl maschinelle als auch personelle Ursachen haben. Ein geeignetes Risikomanagement hilft dabei, die Fehlverläufe schnellstmöglich in den Griff zu bekommen. Ein intaktes Krisen- und Kommunikationsmanagement ermöglicht einen professionellen und sicheren Umgang mit Problemfällen innerhalb der gesamten Produktionskette. Wie man solche Instrumente im täglichen Arbeitsablauf integriert, welche Regeln beachtet und welche Vorkehrungen getroffen werden sollten, darüber informierten vom 16. bis 17. Juni 2010 die Referenten der zweiten Fresenius-Praktikertagung für QS-Leiter in Köln.

Produktkrise: Flucht nach vorne
Und was ist, wenn eine Krise unvermeidbar oder sogar bereits spürbar ist? "Im Krisenfall steht das gemeinsame Handeln im Fokus", betonte Dr. Michael Lendle, geschäftsführender Gesellschafter der AFC Risk & Crisis Consult GmbH. Bei Feststellung einer möglichen Gesundheitsgefährdung sei es wichtig, den zuständigen Vertreter der Behörde vor Ort frühzeitig anzusprechen. Relevante Informationen zum Vorfall müssten zusammengetragen und mögliche Risiken für den Verbraucher analysiert und bewertet werden. Lendle: "Dann ist man auch ideal darauf vorbereitet, bei behördlichen Rückfragen alle Sachverhalte offen darlegen zu können. Das weitere Vorgehen sollte dann im Krisenmanagement gemeinsam abgestimmt und die berechtigten betrieblichen Interessen gegen die öffentlichen abwägt werden. Im Zweifel sollte am Ende immer der freiwillige Rückruf oder die Marktentnahme stehen."

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